Die Autoproduktion der Adlerwerke ist gekennzeichnet durch die 4 großen Abschnitte:

  • Gründerjahre 1900–1914
  • Typenvielfalt 1919–26
  • Standardisierte Serienfertigung 1927–32
  • Frontantrieb und Heckantrieb 1932–41

 

Hier Link auf Typentafel

 

Es gab in den Adlerwerken zwei Konstruktionsbüros, deren Verantwortung geteilt war. Ein Team („Kleinauto-Adler“) war für Fahrzeuge mit 1-4 Zylinder Motoren bis 2L Hubraum und das andere Team war für alle größeren Fahrzeuge über 2L Hubraum und mit mehr als 4 Zylindern, sowie für Sonderkonstruktionen zuständig.
Die Konkurrenz der Teams löste die Entwicklung einer großen Zahl von Adler Modellen aus, die nicht immer marktgerecht waren. Weil man versuchte, jeden Bedarf abzudecken, hatten die Adlerwerke großen Erfolg mit innovativen, qualitativ hochwertigen und trotzdem preiswerten Fahrzeugen. Zwischen 1910 und 1914 wurden annähernd 12.000 Fahrzeuge verkauft.
Die folgenden Typen erreichten nennenswerte Stückzahlen: KL 5/13 (1.150), KL6/16 (2.000), KL7/17 und KL8/22 (1.330), KL9/24 (2.800), KL5/14 (1.050). Daher sind einige davon heute noch vorhanden.
Während des 1.Weltkriegs wurden nur etwa 1000 Fahrzeuge, davon ca. 750 Armee-LKW gebaut.
1919 nahm man die Produktion mit 12 Adler Modellen wieder auf. Meist waren es Vorkriegs-Konstruktionen. Dann begann ein regelrechter Auto Boom in Europa und Adler konnte davon profitieren. Charakteristisch für die frühen 1920er Jahre war der damals modische Spitzkühler.
Größere Stückzahlen erreichten die Modelle 9/24 + 9/30 mit über 1000 Stück 1921-25. 1925 kam der beliebte 6/25, ein 1,6L 25 PS 4-Zylinder Model auf den Markt. Bis 1928 wurden davon über 6500 Stück traditionell hergestellt.
Dieser Erfolg ermöglichte die Konstruktion einer fortschrittlichen Modellreihe, die von 1927-32 die Basis der Adler Produktion bildete.
Viele fortschrittliche Merkmale wie hydraulische Allradbremsen, Zentralschmierung, Ganzstahlkarosserien, Gewichtseinsparung durch Verwendung von Elektron (Magnesium-Aluminium) und der günstige Preis durch eine effiziente Großserien-Fließbandfertigung nach amerikanischem Vorbild ließen diese Modelle schnell große Stückzahlen erreichen:  Standard 6 (15.000), Standard 8 (1700) und Favorit (14.800). Abgeleitet davon waren die Lieferwagen / LKW L4 und L6, sowie die Kübelwagen und Krankenwagen.
Überlebt haben verhältnismäßig wenige davon: Standard 6 (25), Favorit (44), Standard 8 (4), Kübelwagen (5), L4 (2), L6 (2).
Durch diese Modellreihe überstanden die Adlerwerke die Weltwirtschaftskrise 1929-32. 1932 wurden die Weichen für einen noch größeren Erfolg gestellt.
Dem Konstrukteur Gustav Röhr gelang mit den Frontantrieb Modellen Trumpf (1,5L, 1,7L und später 2,0L) und Trumpf Junior (1L Motor) der große Wurf.Mehr als 100.000 Frontantrieb Adler verließen die Adlerwerke bis 1941.
Größten Anteil daran hatte der Adler Trumpf Junior mit mehr als 80.000 Stück.
Ihn gab es als Limousine, Cabrio-Limousine, Kabrio und Sportwagen.
Daher haben ca. 600 dieser beliebten Kleinwagen überlebt.
Ein Adler Trumpf Junior ist heute die preiswerteste Art einen zuverlässigen Vorkriegs-Oldtimer zu fahren!

Back to top